Wenn ich sehe wie entspannt Püppi hier liegt und schläft, dann geht mir das Herz auf.
Auch wenn Püppi keine Rassekatze ist, ist sie mir doch sehr ans Herz gewachsen. Inzwischen ist sie 11 Jahre bei uns. Die Anfangszeit war recht kompliziert und voller Herausforderungen. Als "Wilde Katze" draussen geboren und aufgewachsen, kam sie im Alter von - geschätzt - 1-2 Jahren zu uns. Da war sie bereits kastriert. Das erste Jahr bei uns hat sie draussen gewohnt - vermutlich in der Scheune beim Nachbarn geschlafen oder so was. Futter hat sie bei uns bekommen. Streicheln war nicht.
Erst im zweiten Jahr wurde das etwas besser, als sie dann bei uns auf den Heuboden zog. Von dort konnte sie beliebig raus. Nur rein brauchte sie nen "Türöffner". Aber auch das haben wir gemeinsam gut hin bekommen.
Im dritten Jahr wohnte Püppi dann schon im Keller und suchte sich - in ihrem Tempo und wenn sie es wollte - den Weg in die Wohnung. Anfangs noch schüchtern im Flur mit der geöffneten Kellertür im Rücken (Fluchtweg musste ja sein), wurde sie nach und nach immer Mutiger und irgendwann hatte sie dann die Couche entdeckt. Und seitdem ist das ihr Lieblingsplatz.
Die folgenden Jahre waren dann recht entspannt. Es gab und gibt immer wieder neue Situationen in denen uns Püppi überrascht. Kleinigkeiten, die für andere Katzeneltern ganz normal sind, sind für uns besonders.
Ob sie ins Bett kommt und da eine weile neben mir liegt und ruht. Oder ob sie kommt, mit ihrem Pfötchen zart stupst, ich soll sie doch kuscheln. Diese Situationen zeigen mir, dass Püppi vertrauen zu uns hat. Und das bedeutet mir sehr viel.
Selbst, als ich sie im Dezember 2024 "gezwungen" habe mit zum Tierarzt zu kommen (da hatte sie eine böse Erkältung), hat sie mir das nicht übel genommen. Sie war zwar anschließend etwas durch den Wind (aber das schieben wir mal auf die Erkältung und das böse pieks beim Tierarzt). Letztendlich hat sie aber nach fast 24 Stunden durchschlafen dringend kuscheln müssen. Also alles wieder gut.
Ich erfreue mich jeden Tag an Püppi und schaue ihr einfach gerne beim Schlafen zu. Besonders, wenn sie Träumt und im Traum zappelt und quatscht. Zeigt es mir doch, dass sie sich absolut sicher fühlt und sich total fallen lassen kann.

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